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Der Border Collie

Widerristhöhe: 46 - 54 cm
Gewicht: 14 - 22 kg
Alter: 12 - 14 Jahre
Ursprungsland: Großbritannien
Fell: schwarz/weiß, braun/weiß, tricolor sw/ws/br,
blue merle = blau-marmoriert, braun, schwarz
heute: Begleit- und Schäferhund
früher: Schaf- und Rinderhüten
FCI: 297/1.1.
Old Hamp (1893) - der Urvater aller Border Collies

 

Rassengeschichte:

Als Stammvater des heutigen Border Colliesgilt Old Hemp (1893), im Besitz des Farmers Adam Telfer. Dieser Hund bestach durch seine außergewöhnlichen Hütefähigkeiten, wodurch er zum bedeutendsten Zuchtrüden wurde.
Die Rassebezeichnung “ Border-Collie “ geht auf seine geographische Herkunft zurück, dem Grenzland (Border Line) zwischen England und Schottland, und wird so seit 1910 verwendet. Seit 1906 gibt es in England die Züchtervereinigung “ International Sheep Dog Society “, welche sich nicht mit dem Aussehen der Border-Collies, sondern nur mit ihren Arbeitsqualitäten beschäftigt. Von der Federation Cynologique Internationale (FCI) wird der Border-Collie seit 1976 anerkannt.

Die International Sheep Dog Society hat bis heute noch keinen Rassestandard für Border-Collies herausgebracht. Für diese Züchtervereinigung zählt ausschließlich die Arbeitsleistung des Hundes am Hüteobjekt.

Allgemeines:

Der Border-Collie zählt aufgrund seiner Intelligenz und seines Arbeitstriebes sicherlich zu den faszinierendsten Hunderassen der Welt. Der Border Collie ist gewöhnlicherweise ein menschenfreundlicher Hund, solange er artgerecht gehalten und beschäftigt wird. Mit einem Border Collie, so sagt man, sei es “als hätte man ständig einen Schatten neben sich”. Er braucht jedoch eher geistige Beschäftigung, zumindest mehr als körperliche. Lange wurde der Border-Collie fast ausschließlich als Hütehund für Schafe auf den Britischen Inseln gehalten. Durch das rasche Ansteigen der Popularität des Agility-Sports in England und Europa wurde diese Rasse auch abseits von Farmen immer beliebter. In den letzten Jahren wurde diese Hunderasse, nicht zuletzt durch Filme wie “ Ein Schweinchen namens Babe “, auch als Familienhund immer gefragter.
In Deutschland benutzen ihn auch viele Leute als “ Kuhholer “. Es gibt in Deutschland heute mehrere Züchter, die diese arbeitsreichen Hunde züchten. Leider werden die Welpen von diesen Züchtern teilweise in falsche Hände abgegeben und dort wird nicht genügend mit ihnen gearbeitet. Als “ Ausgleich “ werden Autos, Kinder oder Ähnliches gehütet, was natürlich fatale Folgen hat. Ebenso kann der Mangel an Arbeit zur
“ Selbstverstümmelung “ des Hundes führen. Aufgrund dieser Tatsache ist der Border-Collie als reiner Familienhund kaum geeignet, schon gar nicht als Stadthund nur in einer Wohnung. Sein angeborener Arbeitstrieb ist selbst durch längste Spaziergänge nicht zu befriedigen, er muss geistig gefordert werden. Der Border-Collie gehört demnach in Profihände (Schäfer usw.) oder zu Menschen, die über sehr viel Zeit (mindestens 5 Stunden täglich) verfügen, sehr sportlich-aktiv und bereit sind, die meiste Zeit des Tages den Hund geistig zu fordern.
Viele Züchter versuchen heute jedoch eine ruhigere Variante der Rasse zu züchten, mit gleich viel Charme, gleich viel Intelligenz, aber einem weniger stark ausgeprägten Arbeitstrieb. So ist es möglich diese Hunderasse auch in eine Familie zu integrieren.
Der Border Collie braucht Beschäftigung, und es gibt viele aktive Familien, die ihrem Hund gerne Dinge beibringen. Dinge, die sie einer anderen Hunderasse nicht so einfach beibringen könnten.